Arbeit und Leben

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Neue Wege in der Mädchen*arbeit

Beschreibung

Fortbildung für haupt-, neben- und ehrenamtlichen Pädagog*innen bzw. pädagogischen Mitarbeiter*innen aus der geschlechtsspezifischen sozialen Arbeit

Im Laufe der letzten Jahrzehnte gab es in der (feministischen) Mädchen*arbeit deutliche Veränderungen in Konzepten, Zielsetzungen und den Adressat*innengruppen zu beobachten. Dies erfordert eine umfassende Reflexion und Neupositionierung von Mädchen*arbeit, mit der wir uns in dieser Fortbildung befassen wollen:

  • Mädchen*arbeit steht wie Jugendarbeit auch immer stärker in Konkurrenz zu Schule und Onlinefreizeitaktivitäten: auch Mädchen* und junge Frauen* bewegen sich viele Stunden täglich auf Insta, Snapchat und in WhatsApp-Gruppen, Schule dauert häufig bis in den Nachmittag hinein
  • Geschlechtshomogenität der Angebote und Einrichtungen steht immer wieder und heute mehr denn je in der Kritik: waren es über lange Zeit eher die Jugendhilfestrukturen und –organisationen selbst, die anzweifelten, ob dies nun notwendig wäre, sind es heute auch queere Kolleg*innen und Einrichtungen, die fragen, was eigentlich eine homogene Gruppe sein soll und welche Mädchen* denn von der Mädchen*arbeit adressiert werden
  • die Ziele von Mädchen*arbeit sind über die Jahrzehnte etwas verwischt. Ursächlich dafür ist auch das Gefühl, dass Mädchen* heute ja eigentlich alle Türen offen stehen
  • Mädchen*arbeit ist es bis heute nur partiell gelungen, in die Konzepte und Strukturen von Jugendhilfe einzuziehen, trotz aller Anstrengungen, Forderungen und die Verpflichtung der Kinder- und Jugendhilfe durch das SGB VIII § 9,3
  • Mädchen*arbeit hat ihren politischen Fokus verändert: die klare gesellschaftspolitische Ausrichtung der ersten Jahre ist einer eher jugendhilfepolitischen gewichen, die Bedeutung von Mädchen*politik ist zugunsten einer pädagogischen Ausrichtung zurück gegangen
  • Mädchen* und junge Frauen* wachsen in einer Gesellschaft auf, die ihnen pauschal verspricht, dass sie gleiche Chancen wie Jungen haben. Das hat Auswirkungen darauf, ob sie sich durch Mädchen*arbeit als Mädchen* adressieren lassen wollen
All diese Veränderungen erfordern eine umfassende Reflexion und Neupositionierung von Mädchen*arbeit: inhaltlich, politisch und bezüglich der Zugänge zu Mädchen* und jungen Frauen*. Darum soll es in dem geplanten Workshop gehen. Wo stehen wir in Bremerhaven mit der Mädchen*arbeit? Was sind wichtige Anliegen für Mädchen* und jungen Frauen*? Wo wollen wir gemeinsam hin? Wie können wir das angehen?
 
Als Einstieg in die Fortbildung wird die aktuelle Situation von Mädchen*arbeit in Bremerhaven durch die Teilnehmer*innen selbst als Expert*innen beleuchtet. Die Referentin (langjährige Pädagogin, Autorin und Praxisforscherin für Geschlechtersensible Pädagogik, www.claudia-wallner.de) gibt einen Überblick über die Lebenslagen von Mädchen* und (jungen) Frauen* heute und informiert über die Soziometrie der Lage von Mädchen*arbeit in Deutschland. Anhand von Beispielen aus Online-Plattformen erarbeiten sich die Multiplikator*innen die Themen, die Mädchen* heute in Bezug auf Geschlechterfragen beschäftigen. Sie lernen neue interaktive Formate sowie off-/und online-Methoden der Mädchen*arbeit kennen und können diese ausprobieren. Zum Abschluss erhalten die teilnehmenden Pädagog*innen Raum, um mit dem erworbenen Wissen eigene Angebote für ihre Mädchen*arbeit in ihren Einrichtungen, Verbänden und/oder Vereinen zu entwickeln.
 
Der Workshop findet im Rahmen der feministischen Woche Bremerhaven statt (www.feministische-woche.de) und beginnt am Mittwoch, den 4.11.2020 um 10 Uhr (bis 17 Uhr einschließlich Mittagspause) und am Donnerstag, den 5.11.2020 schon um 9 Uhr (bis 16 Uhr).
 
Das Seminar wird gefördert von der Bremer Senatorin für Kinder und Bildung und ist anerkannt nach den Bildungszeitgesetzen des Landes Bremen.

Beginn:
04. 11. 2020
Ende:
05. 11. 2020
VA-Nr.:
20.02.110
Ort:
Haus der Jugend, Rheinstr. 109, 27570 Bremerhaven
Referentin / Referent:
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